Sonnenflecken


24.05.2017 Sonnenfleckenforschung auf der Basis raum-geometrischer Strukturen

Die Diagramme der monatlichen Mittelwerte von Rudolf Wolf Zahlen und Premeteo- Sonnenfleckenindex (siehe den unten folgenden Link) von 1990 bis 2017 zeigen anschaulich, dass die Sonne in ihrer jetzigen Minimumsphase bisher nicht so zur Ruhe kommt, wie das bei den Minima der beiden vorangegangenen Zyklen der Fall war. Dies hängt mit den anhaltenden Oppositionen von Uranus und Eris zu Haumea zusammen.

2011 wurde im Rahmen der kosmogeometrischen Forschung auffällig, dass die Mehrzahl der Oppositionen von Körpern mit eigenen Umlaufbahnen im Sonnensystem die Aktivität der Sonne anzuregen scheinen, während Konjunktionen sie mehrheitlich zu dämpfen scheinen. Auf dieser Beobachtung beruht der Sonnenfleckenindex. Dabei zeigen die langfristigen Konstellationen der weit außen im Sonnensystem laufenden Körper einen nachhaltigeren Einfluss auf die Sonnenaktivität, als die weiter innen und schneller laufenden Körper.

Es handelt sich hier um einen Raumstrukturzusammenhang, bei dem das Raum-Umfassende einer Umlaufbahn offensichtlich die größere Rolle zu spielen scheint als die materielle Masse eines Planeten. Dies betrifft vor allem die Körper des Kuipergürtels, deren Masse und Größe gering sind, aber deren Umlaufbahnen und Bewegungsverhalten die äußeren Räume unseres Sonnensystems umschließen und differenziert charakterisieren. Neben den Positionen der bekannten Planeten und Asteroiden werden daher zur Berechnung des Sonnenfleckenindex auch die Positionen von acht Kuipergürtel-Objekten verwendet: Orcus, Pluto, Varuna, Haumea, Quaoar, Makemake, Eris und Sedna.

Konjunktionen in einem Toleranzbereich von ±1° gehen als negative und Oppositionen in einem Toleranzbereich von ±1° gehen als positive Zahlen gemäß der raumbedingten Rangordnung in den Premeteo-Sonnenfleckenindex ein. In den Diagrammen wurden die hochrangigen Konstellationen ab Saturn zum Zeitpunkt des exakten Moments eingetragen.

Die für den Sonnenfleckenindex verwendeten Himmelskörper und ihre Rangzahlen sind: Merkur 1, Venus 2, Erde 3, Mars 4, Vesta 5,1, Juno 5,2, Ceres 5,3, Pallas 5,4, Jupiter 6, Saturn 7, Chiron 8, Uranus 0, Neptun 10, Orcus 11,1, Pluto 11,2, Varuna 11,3, Haumea 11,4, Quaoar 11,5, Makemake 11,6, Eris 11,7 und Sedna 11,8.

Der Sonnfleckenindex wird berechnet nach der einfachen Formel:

Aspektzahl = ± <Rangzahl Planet 1> * <Rangzahl Planet 2>

Die tägliche Indexzahl ergibt sich dann aus der Summe aller für einen Tag notierten Aspektzahlen.

Die Diagramme sind von der Gegenwart ausgehend in der Zeit nach rückwärts angeordnet.

Hier klicken für Diagramme: Sonnenaktivitaet und Sonnenfleckenindex von 1984 bis 2017


5.12.2013 Neue Sonnenfleckenstudie über einen Zeitraumm von 250 Jahren (1750 bis 2013)

Aufgrund des Interesses an der Premeteo Sonnenfleckenforschung sowohl auf der Meteorologentagung DACH 2013 in Innsbruck, als auch auf der Internationalen Astronomiemesse AME2013 in Villingen-Schwenningen im September, sind wir dem Wunsch nachgekommen, die Sonnenfleckenstudie mit dem Entwurf eines Premeteo Sonnenfleckenindex auf 250 Jahre Rudolf Wolf Zahlen auszudehnen.

Kurzfassung: Aus den täglichen Oppositionen und Konjunktionen, die ausgewählte Himmelskörper um die Sonne bilden, wurde nach einer einfachen Formel ein Index gebildet, der in seinem zeitlichen Verlauf über die vergangenen 250 Jahre im Vergleich mit dem Verlauf der empirisch gewonnenen Sonnenfleckenrelativzahlen nach Rudolf Wolf auf die Hypothese untersucht wurde, dass Konjunktionen mit einer Dämpfung und Oppositionen mit einer Aktivierung der Sonnenfleckenbildung einhergehen. Die Hypothese beinhaltet auch, dass dieses Phänomen umso deutlicher auftritt, je größer die Räume sind, die die Umlaufbahnen der beteiligten Körper umschließen. Hierbei wird der Gesamtraum des Sonnensystems und sein kosmisches Umfeld, in dem die Konstellationen stattfinden, als ein dynamischer und in sich hierarchisch gegliederter Raum angesehen, der durch die ständig wechselnden Positionen der Sonnentrabanten auch ständig wechselnde Raumstrukturspannungen erfährt.Der Index kann als ein erster, raumorientierter Entwurf einer Modellrechnung für einen Sonnenflecken-Prognoseindex angesehen werden.

Die graphischen Darstellungen der Sonnenfleckenrelativ- und der Sonnenfleckenindexzahlen in Jahres- und Monatsmittelwerten zeigen, dass sich die Hypothese in einigen Zeitfenstern sehr deutlich bestätigte, in anderen weniger deutlich. Die Hauptuntersuchung mithilfe der Monatsmittelwerte macht sichtbar, dass die Konjunktionen und Oppositionen, die in einem Exaktheitsbereich von ±1Bogengrad für jeweils zwei Körper für den Index erfasst wurden, nur einen Teil der gesamten Raumstrukturspannung beschreiben können. Es zeigte sich aber, dass sogenannte Konjunktions- und Oppositionsfelder, die mehrere Körper durch ein Verdichten ihrer Positionen zeitweise erzeugten, ebenfalls im Sinne der Hypothese mit einer Dämpfung oder Belebung der Sonnenfleckentätigkeit einhergingen, so dass eine Weiterentwicklung des Index durch ein Bewertungssystem für Konjunktions- und Oppositionsfelder möglich sein wird.

Die neun schwachen Zyklen zeigten einen klaren Bezug zur Hypothese: In der Aufstiegs- und Maximumsphase überwog die Anzahl der Konjunktionen im äußeren Raum ab Saturn oder die Konjunktionen hatten einen deutlich höheren Rang als die Oppositionen. Es fällt generell ein Mangel an Oppositionen in der Aufstiegsphase auf. In vier Fällen spielten Konjunktionsfelder eine bedeutende Rolle. Besonders interessant ist die Entdeckung, dass die Kreuzstellung (≈ 90°) von zwei Oppositionen, die durch die Addition ihrer Werte als besonders hoher, positiver Index zutage traten, in mehreren Fällen mit einer Abnahme der Sonnenfleckentätigkeit einherging und für den dynamischen Raum offensichtlich eine Fixierung bedeutete.

Die zehn starken Zyklen zeigten mit Ausnahme von zwei Zyklen generell einen Mangel an Konjunktionen in der Aufstiegs- und Maximumsphase. Oppositionen hatten einen höheren Rang als die Konjunktionen. Starke Zyklen entstanden, wenn zwei Konjunktionsfelder sich gegenüber standen. Jupiter und die Asteroiden wurden auffällig, durch die Entfaltung eines besonderen Gewichts in Oppositionsstellungen.

Nachlesen der ganzen Studie (100 Seiten) ist hier möglich: Entwurf eines Premeteo-Sonnenfleckenindex von 1750 bis 2013


30.08.2013 Der erste Entwurf des Premeteo-Sonnenfleckenindex konnte erweitert werden auf die Jahre 1972 bis 2019

Hier klicken für ausführlichen Text und Diagramme: Entwicklung des Premeteo-Sonnenfleckenindex


10.08.2013 Eine neue Datenbank für die Sonnenfleckenforschung wurde fertiggestellt und ein erster Entwurf eines Premeteo-Sonnenfleckenindex konnte für den Zeitraum 1996 - 2013 an den Sonnenfleckenrelativzahlen nach Rudolf Wolf getestet werden!

Ein spannendes Projekt! Lesen Sie hier weiter:

Entwicklung des Premeteo-Sonnenfleckenindex


5.9.2012 Maunderminimum bestätigt Premeteo-Hypothese!

Die Premeteo-Hypothese, die besagt, dass Oppositionen die Sonnenaktivität anregen, während Konjunktionen sie dämpfen, bestätigt sich nun auch am sogenannten Maunderminimum von 1645 bis 1715, bei dem die Sonnenfleckentätigkeit stark reduziert war. In jenem Zeitraum fand auf der Erde die "kleine Eiszeit" mit zum Teil sehr kalten Wintern statt.

Hier können Sie die Studie herunterladen: Maunderminimum bestätigt Premeteo-Hypothese!


9.6.2012 Wichtig und neu: Sonnenfleckenbildung wird durch den Premeteo-Forschungsansatz berechenbar!

Die aktuelle Studie zeigt durch eine tägliche, tabellarische Dokumentation der heliozentrischen Konjunktionen und Oppositionen des Jahres 2011 um die Sonne und der Rudolf Wolf Sonnenflecken-Relativzahlen, dass diese unmittelbar korreliert sind. Sichtbar wird dies bei Einbeziehung von 21 Planeten und Kleinplaneten, von Merkur im engsten Umkreis der Sonne bis hin zu Sedna, der am äußersten Rand des Sonnenraums seiner Umlaufbahn folgt,  plus den Konjunktionen und Oppositionen dieser Himmelskörper mit dem Galaktischen Zentrum unserer Milchstraße und dem Supergalaktischen Zentrum M87. Dies ist durch einen raum-orientierten Forschungsansatz strukturell begründet, und die Realität der Konstellationen kann an den Schwankungen der Sonnenfleckentätigkeit in den Tabellen Tag für Tag unmittelbar mitverfolgt werden. Konjunktionen stabilisieren die Sonne und bewirken ein Abnehmen oder völliges Erlöschen der Sonnenfleckenbildungen, während Oppositionen diese hervorrufen oder verstärken.

Dokumentation der täglichen Sonnenfleckenzahl im Zusammenhang mit den Oppositionen und Konjunktionen des Jahres 2011

Lesen Sie hierzu die pdf_button_copy Dokumentation der Sonnenflecken-Häufigkeitsschwankungen als Folge von heliozentrischen Konjunktionen und Oppositionen der Sonnentrabanten.

Studieren Sie selbst die Tabellen mit den täglichen Rudolf Wolf Zahlen und den heliozentrischen Konjunktionen und Oppositionen, sowie den Konjunktions- und Oppositionssymmetrien für den Zeitraum 1. 1. 2010 bis 30. 4. 2012 und schauen Sie sich die Diagramme dazu an!

Bitte kontaktieren Sie uns, wenn Sie an der Entwicklung eines Prognose-Index für Sonnenflecken ehrenamtlich mitarbeiten wollen! Dies soll ein Open-Source-Forschungsprojekt werden! (09.6.2012)


5. 1. 2011

Erste Prognosen zu einem schwachen Verlauf des neuen Sonnenfleckenzyklus

Die Rudolf Wolf Gesellschaft in der Schweiz (www.rwg.ch) betreibt mit langer Tradition die Überwachung der Sonnenaktivität und registriert die Sonnenflecken über die Rudolf Wolf Sonnenfleckenrelativzahl Rw. Sie zeigt auf ihrer Homepage den Verlauf der letzten Minimumsphase. Diese hatte im September 2007 mit einer mittleren Sonnenfleckenrelativzahl von 2,7 ihren Anfang genommen. Im August 2008 kam es mit Mean Rw = 0,0 zu einer totalen Ruhepause der Sonne, sowie nochmal im März und August 2009 mit jeweils Mean Rw = 0,1. Erst ab Dezember 2009 war wieder ein deutlicher Anstieg der Sonnenaktivität zu verzeichnen.

Ein derart zeitlich ausgedehntes Minimum weist nach den sog. Waldmeierschen Gesetzen auf einen aktivitätsschwachen, neuen Zyklus hin. Es wird für die Maximumsphase eine mittlere Sonnenfleckenrelativzahl von nur 60 bis 65 prognostiziert. Das Maximum wird für Januar / Februar 2014 erwartet, das nächste Minimum für April 2019.

Die Premeteo-Sonnenfleckenstudie vom Januar 2009 hatte gezeigt, dass der Rhythmus der Sonnenfleckenzyklen relativ eng mit dem Rhythmus der Saturn-Mondknoten-Konjunktionen verläuft.
Am 12. Oktober 2007, also zu Beginn des letzten Minimums, war Saturn in Konjunktion mit dem mittleren absteigenden Mondknoten, am 25. September 2013 wird er in Konjunktion mit dem mittleren aufsteigenden Mondknoten sein, also zeitlich recht nah am prognostizierten Maximum. Wenn er am 20. Mai 2019 wieder in Konjunktion zum absteigenden Mondknoten tritt, korrespondiert dies ebenfalls gut mit dem prognostizierten Minimum der Rudolf Wolf Gesellschaft.

Außerdem hat die oben genannte Studie gezeigt, dass Konjunktionen der transsaturnischen Planeten und Kleinplaneten in den Minimumsphasen der Zyklen auffallend häufen.

Die letzten zwei Jahre der geozentrischen Raumkonstellationen waren geprägt von der Chiron-Neptun-Konjunktion, die sich erst jetzt im Januar 2011 entgültig auflösen wird. Seit 1700 trat diese Konjunktion fünf mal auf : 1742/43, 1799, 1879/80, 1945 und 2009/10. Bemerkenswerterweise jedesmal im Bereich der Minimumsphasen der Sonnenfleckenzyklen, und der darauffolgende Zyklus war dann gegenüber dem vorhergehenden deutlich abgeschwächt. Bezüglich der Abschwächung bildete der Zyklus nach 1945 eine Ausnahme, er war stärker als der vorhergehende. Doch zeigte die zu diesem Zyklus gehörende Chiron-Neptun-Konjunktion eine Besonderheit: als einzige vollzog sie sich in Opposition zu einem Transsaturnier, dem Kuipergürtel-Kleinplaneten Eris! (Der hohe Rang der Kuipergürtel-Kleinplaneten in der Raumordnung, dadurch dass ihre Umlaufbahnen den Raum des Sonnensystems umschließen, ist eine der grundlegenden Entdeckungen der kosmogeometrischen Wetterforschung.)
Als im August 2009 die Sonnenaktivität nochmal ganz zum Erliegen kam, war auch noch Jupiter zu der Chiron-Neptun-Konjunktion hinzugetreten!

Für manchen Naturwissenschaftler mag es auf den ersten Blick ein Affront sein, dass im Zusammenhang mit den Sonnenflecken auch geozentrische Konstellationsbedingungen in Betracht gezogen werden. Natürlich ist die Sonne das Zentralgestirn des Sonnensystems als Massensystem. Aber ohne Zögern kann auch gesagt werden, dass für die Evolution des biologischen Lebens ganz offensichtlich die Erde der fokussierte Himmelskörper in unserem Sonnensystem ist, so dass damit eine geozentrische Betrachtungsweise durchaus sinnvoll sein kann. Wer im Sinne Albert Schweitzers dem Begriff der „Ehrfurcht vor dem Leben“ noch eine Bedeutung zumessen kann, wird ahnen, dass die bisherigen Parameter der Physik  noch nicht ausreichen, die besondere Stellung der Erde im Kosmos und die auf sie wirkenden Kräfte vollständig zu erschließen.

Eine schwach aktive Sonne wird weniger Energie zur Erde strahlen, als dies in den letzten Jahrzehnten der starken Zyklen stattfand. Es ist daher, wenn die Prognose der Sonnenaktivität stimmt, mit einer klimatischen Abkühlung der nächsten Jahre zu rechnen, die den Trend der Klimaerwärmung durch die Treibhausgase abdämpfen würde. Dies könnte eine vorübergehende Entlastung bringen für die Länder, die durch die Klimaerwärmung schon stark nachteilig betroffen sind. Andererseits muss bewusst bleiben, dass damit nichts grundsätzlich an der Treibhausproblematik geändert wird, denn die starken Zyklen werden auch ganz sicher wiederkommen und  ein weiter gesteigerter Anteil an Treibhausgasen könnte dann umso heftigere Klimareaktionen verursachen.

Eine schwach aktive Sonne wird weniger Energie zur Erde strahlen, als dies in den letzten Jahrzehnten der starken Zyklen stattfand. Es ist daher, wenn die Prognose der Sonnenaktivität stimmt, mit einer klimatischen Abkühlung der nächsten Jahre zu rechnen, die den Trend der Klimaerwärmung durch die Treibhausgase abdämpfen würde. Dies könnte eine vorübergehende Entlastung bringen für die Länder, die durch die Klimaerwärmung schon stark nachteilig betroffen sind. Andererseits muss bewusst bleiben, dass damit nichts grundsätzlich an der Treibhausproblematik geändert wird, denn die starken Zyklen werden auch ganz sicher wiederkommen und  ein weiter gesteigerter Anteil an Treibhausgasen könnte dann umso heftigere Klimareaktionen verursachen.


3. 2. 2009

Untersuchungen zur Sonnenfleckenaktivität im Zusammenhang mit Ordnungsstrukturen des Planetensystems von 1700 bis 2007

Die Sonnenfleckenforschung bemüht sich heute vor allem um ein Verständnis der Prozesse im Innern, sowie an der Oberfläche der Sonne auf den Grundlagen der Physik und Astronomie, worüber es zahlreiche Veröffentlichungen gibt. Ergänzend dazu soll in der vorliegenden Untersuchung auf besondere Ordnungsstrukturen des Planetensystems hingewiesen werden, die mit dem Auftreten von Sonnenfleckenminima und –maxima einhergehen. Insbesondere wird dabei der Blick auf die langsamlaufenden Planeten und Zwergplaneten von Saturn bis Sedna am äußeren Rand unseres Sonnensystems gelenkt.

Es stehen dafür die Daten einer etwa 300jährigen Sonnenfleckenbeobachtung zur Verfügung, die vom Jahr 1700 an gerechnet bis heute 28 Sonnenfleckenzyklen umfassen. Die unterschiedliche Intensität dieser Zyklen variiert die Energieabstrahlung der Sonne und hat somit Einfluss auf das Klima der Erde, so dass eine Prognostizierbarkeit der Sonnenaktivität wünschenswert wäre.

link-arrow-grau-neueseite Gesamten Artikel lesen [HTLM]

link-arrow-grau-neueseite Gesamten Artikel lesen [PDF]