Kosmogeometrische Wetterforschung - Meteorologie und Astronomie verbunden in einem neuen interdisziplinären Forschungsfeld

Während die gegenwärtig anerkannte und offiziell angewandte Meteorologie die Dynamik der Atmosphäre hauptsächlich aus punktuellen Messwerten über die physikalischen Gesetze hochrechnet, konzentriert sich die kosmogeometrische Wetterforschung auf die Rahmenbedingungen der Erdatmosphäre, die in 500 bis 1000 km Höhe kontinuierlich in den Weltraum übergeht.

Die Erde, als ein Planet unseres Sonnensystems, bewegt sich in einem Verband unzähliger, großer und kleiner Himmelskörper, deren aufeinander abgestimmte Umlaufbahnen und -zeiten, dem Sonnensystem seine Stabilität verleihen. Heliozentrisch betrachtet erscheint es auf den ersten Blick als einfach strukturierter, astronomischer Mechanismus, doch offenbart sich eine erstaunlich komplexe Rhythmik in der Abstimmung der Umlaufbahnen, die in den letzten Jahren vor allem durch die Arbeiten von Hartmut Warm sichtbar und erforschbar gemacht wurden. Die wandernden Positionen der Himmelskörper bewirken dabei ein geometrisches Raumstrukturgefüge, dem bisher in den Naturwissenschaften wenig bis gar keine Bedeutung für die physikalischen oder die Lebensbedingungen auf der Erde zugemessen wurde. Die Besonderheit der Raumzeitgeometrie zwischen Sonne und Planeten zeichnet sich vor allem durch die Präferenz bestimmter Winkel aus, die es nahe legen die Raumordnung des Sonnensystems durch ausgewählte Winkelbeziehungen zu definieren.

Die interplanetare Raumzeitgeometrie wird in einen Zusammenhang gesetzt mit der Dynamik der Atmosphäre

In der Physik seit Einstein wird Gravitation als eine Folge der Raumzeitgeometrie angesehen, die durch die jeweils bestimmte Verteilung von Materie und Energie im Raum bewirkt wird. Es ist nahe liegend, dass die Auswirkung solcher gravitativen Strukturfelder am ehesten in der vertikalen Dynamik der Atmosphäre sichtbar werden kann und aufgrund der geologischen Differenziertheit der Erde lokal / regional unterschiedlich auftreten muss.

Da sich das mitteleuropäische Wetter im Vergleich zu anderen Klimazonen vor allem durch den beständigen Wechsel von Tief- und Hochdruckwetterlagen auszeichnet, dürfte sich hier der interplanetare Einfluss am deutlichsten bemerkbar machen, da sich zyklonale und antizyklonale Strömungen durch ihre auf- und absteigenden Luftmassen unterscheiden.

Um einen Zusammenhang zwischen Kosmogeometrie und Wetter herstellen zu können, war es notwendig durch eine statistische Untersuchung für jeden der ausgewählten Winkel zwischen zwei bestimmten Planeten eine Impulszuordnung (T, H oder A) zu treffen, die darauf begründet war, dass das Auftreten der jeweiligen Winkelbeziehung während zyklonalen (T) oder antizyklonalen (H) Wetterlagen zu mehr als zwei Drittel häufiger war, oder dass sie sich ambivalent (A) verhielt.

Da in einer Raumzeitgeometrie auch reine Raumpunkte nicht unbedeutend sein können, wurden von Anfang an auch das mittlere Mondapogäum und die Mondknoten mit in die Untersuchung einbezogen. Nicht berücksichtigt wurde der Mond selbst, da jahrelange Beobachtungen gezeigt hatten, dass sein Umlauf um die Erde offensichtlich nicht mit dem Wechsel von Hoch- und Tiefdruckwetterlagen zusammen hängt.

 Im Jahr 2005 konnte durch erste Korrelationsuntersuchungen für die Region Südwestdeutschlands mit Winkelbildungen von Sonne, Planeten und Raumpunkten festgestellt werden, dass es signifikante Zusammenhänge zu dem Auftreten zyklonaler und antizyklonaler Atmosphärenströmungen gab.

Im Jahr 2006 wurden die Zwergplaneten des Asteroiden- und des Kuipergürtels in die Untersuchungen mit einbezogen, die die ersten Ergebnisse bestätigten bzw. verstärkten, und seit Februar 2008 wurden auch die Winkelbeziehungen mit dem Zentrum unserer Milchstrasse (Galaktisches Zentrum) und dem Supergalaktischen Zentrum (M87) berücksichtigt.

Der "Wetterschlüssel Südwestdeutschland" stellt die erste Strömungsimpulskodierung der Atmosphäre durch kosmische Winkel dar

Der Wetterschlüssel Südwestdeutschland umfasst insgesamt 3540 Winkelbeziehungen. 
Es wurden in originalen oder rekonstruierten Wetterkarten mit Isobaren (Linien gleichen Luftdrucks) für die Bodenatmosphäre Europas, die ab dem Jahr 1879 zur Verfügung standen, bis heute  rund 3000 dieser Winkelbeziehungen zwischen zwei Himmelskörpern auf einen Bezug zu zyklonalen und antizyklonalen Strömungen über Südwestdeutschland statistisch untersucht. Sie zeigten mit rund 12 % einen Bezug zu dem Auftreten von Tiefdruckgebieten (T-Aspekte), mit 28 % einen Bezug zu Hochdruckgebieten (H-Aspekte) und bei rund 60% verhielten sich die Aspekte gegenüber der zyklonalen oder antizyklonalen Strömungsform ambivalent (A-Aspekte).

Den Wetterschlüssel Südwestdeutschland (Stand 20. 12. 2016) finden Sie im folgenden PDF-Artikel abgedruckt: Auswertung der Premeteo-Prognosen 2016 und Vergleich zu den Jahren 2009 bis 2015 - PDF (45 Seiten)

Symmetrien

Die Premeteo-Forschung hat gezeigt, dass symmetrische Anordnungen von drei Planeten offensichtlich eine bedeutsame Rolle spielen für den Übergang des Raumpotentials in Kräfte des physikalischen Bereichs. So sind die Symmetrien seit Januar 2009 bereits zu einem unverzichtbaren Instrument der Wetterprognosen geworden.

Der Premeteo-Index

Der Premeteo-Index ist eine Impulsgröße, die bei negativen Werten der Indexzahl auf eine zyklonale und bei positiven Werten auf eine antizyklonale Impulsierung der Atmosphäre hinweist. Er kann bisher nur für den südwestdeutschen Raum erzeugt werden. Er setzt sich aus drei Indices zusammen, die die täglich exakten Winkelbeziehungen, die Symmetrien und Aktivierungen durch Konjunktionen berücksichtigen.

Physik und Metaphysik

Die Newton’sche Physik, die sich im Alltagsleben der Erde bewährt hat, und die ebenfalls bewährte Teilchenphysik haben die metaphysischen Vorstellungen der Gesellschaft seit über 200 Jahren intensiv geprägt. Dabei hat das an der Gegenständlichkeit von  Materie orientierte Weltbild der Physik überwiegend zu einer allgemein reduktionistisch arbeitenden Naturwissenschaft geführt.

Kants erkenntnistheoretische Konzepte und ihre Weiterentwicklung durch Karl Jaspers können dagegen zu einer Raum umgreifenden Wissenschaft geschichtlicher Momente führen. Räume schließen sich nicht gegenseitig aus wie Materie, sondern durchdringen sich.

Die Physik vollzieht sich dann nicht nur innerhalb des Energieerhaltungssatzes, sondern auch unter der Bedingung der strukturellen Einheit von Raum und Zeit. Geht man beim Energieerhaltungssatz von einem geschlossenen System aus, ist dagegen diese strukturelle Einheit des Raums in jedem geschichtlichen Moment, niemals ein geschlossenes System. Ihr charakteristisches Merkmal ist die Offenheit, mit der jede Erkenntnis in eine neue, Raum und Zeit ausweitende Systematik übergeht.

Wie Kant in seinem Opus Postumum und Jaspers in seinem tiefgründigen Werk „Von der Wahrheit“ ausführten, können wir als forschende, wissenschaftlich arbeitende Menschen niemals von außen auf das Ganze der Welt schauen und sie objektiv beschreiben. Wir selbst sind mit unseren Forschungsansätzen ein unveräußerbarer Teil dieser Welt, in dem jede Verabsolutierung irgendeines Wissens den Wahrheitsgehalt der Wissenschaft untergräbt.

Wissenschaftliches Denken sieht jedes Wissen auf einem Standpunkt stehen. Es sieht, dass jedes Wissen Auswahl vollzieht und in Perspektiven blickt. Es entfaltet die Fähigkeit, auf jedem Standpunkt versuchsweise stehen zu können und es bringt die Relativität des wissenschaftlich Erkannten zur Klarheit. Es sollte geleitet sein von einem Wahrheitswillen, der keinen Bereich des Erkennens ausschließt.

Die Anwendung der Wissenschaft auf Daseinszwecke darf nicht mehrheitlich zu ihrem Ausgangpunkt werden, sondern muss in zweiter Linie stehen, da jede Verengung der Wissenschaft auf Daseinszwecke wie jede verengende Praxis Wahrheit verschleiert. Es entsteht die Suggestion durch Erfolg (postfaktisches Denken), die auf die umfassenden Lebensräume der Natur, als auch auf die Bewusstseinsräume menschlichen Denkens letzten Endes eine verengende und damit zerstörerische Wirkung entfaltet.

 Premeteo ist ein wissenschaftliches Forschungskonzept, das den übergeordneten Zusammenhang der Erde im kosmischen Raum in die Atmosphärenforschung mit einbezieht und sich praxisrelevanten Ergebnissen annähert. Es verbindet die Meteorologie und die Astronomie zu einem neuen interdisziplinären Forschungsfeld, das sich gegenüber den Einzelwissenschaften veranlasst sieht, eigenständige, raumbezogene Erkenntnisstrukturen auszubilden.

 

 

Literatur und Quellenhinweise:

Jaspers, Karl: Von der Wahrheit. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1983

Kant, Immanuel: Kritik der reinen Vernunft. Könemann Verlag, Köln 1995,

Kant, Immanuel: Metaphysische Anfangsgründe der Naturwissenschaft.

                       Sammlung Zenodot, Berlin 2010

Randall, Lisa: Verborgene Universen. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2006

    

Berliner Wetterkarte e.V., http://wkserv.met.fu-berlin.de/data/index.php

Wetterzentrale http://www.wetterzentrale.de/topkarten/fsreaeur.htm