August 2018

Auswertung 2018/08

 

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

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Das Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war.

 

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Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

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Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


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Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


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Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

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H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

 

 

Wetterlagenverlauf August 2018 im Vergleich zur Premeteo-Indexprognose für Südwest-Deutschland

(Die Wetterlagenbeschreibungen wurden anhand der Berliner Wetterkarten erstellt.)

Zusammenfassung:

Der August 2018 war mit 23 richtig und 8 falsch prognostizierten Tagen bezüglich des Wetterlagentyps ein zufrieden stellender Prognosemonat. Im Auswertungsdiagramm fällt besonders in der ersten Dekade die weiterhin bestehende Hochdrucklastigkeit der Luftdruckkurve im Verhältnis zum Premeteo-Index auf. Der mittlere Premeteo-Index der real abgelaufenen Wetterlagen war weniger zufrieden stellend, da er bei den Hochdruckphasen zwar positiv war, aber nur den geringen Wert von +2,24 erreichte, während die Tiefdruckwetterlagen ebenfalls einen leicht positiven Wert von +2,80 anzeigten. Diese Hochdrucklastigkeit hatte hier in Südwestdeutschland ab April / Mai durchgehend zu einer allgemein großen Trockenheit geführt. Auch im August war das Wetter tendenziell meist besser als in der Symbolprognose vorhergesagt, erst in der letzten Augustwoche steigerte sich wieder die Niederschlagstätigkeit der Atmosphäre.

Diese monatelang anhaltende, verstärkte Antizyklonalität kann konstellatorisch nur durch lang anhaltende Aspekte zwischen den sehr langsam laufenden Körpern des äußeren Sonnenraums jenseits von Saturn gestützt sein, deren Impuls-Aspekte zum Teil noch nicht bekannt oder noch mit einem Unsicherheitsfaktor behaftet sind. Folgende Aspekte traten auf:

    Sedna 150°Galaktisches Zentrum ?* vom 05.04.2018 bis 07.06.2020
    Uranus 90° Varuna H?* vom 20.04. bis 06.06.2018 und wieder ab 10.08.2018
    Eris 180° Haumea H?* vom 25.04.2018 bis 26.09.2018
    Uranus 45° Neptun H?* vom 23.05.2018 bis 14.07.2018
    Uranus 120° Quaoar H?* vom 27.05. 2018 bis 28.06.2018
    Neptun 135° Varuna H* vom 27.06. bis 16.08.2018
    Uranus 150° Makemake Hf* vom 28.06.2018 bis 19.08.2018

Auffallend ist die Häufung der Uranus-Aspekte, die schon in der Vergangenheit als mögliche H*-Aspekte aufgefallen sind, bis hin zu dem letzten, sogar sicheren Hf*-Aspekt mit Makemake. Dann die Opposition zwischen Eris und Haumea, die den ganzen Zeitraum begleitete und deren exakte Momente auch auf einen H*-Aspekt hinweisen. (Dass dies eine starke Raumstruktur ist, zeigte sich auch im heliozentrischen Zusammenhang des Sonnenfleckenzyklus. Dieser konnte sein reales Minimum erst erreichen, nachdem die heliozentrische Opposition im November 2014 den 1°-Exaktheitsbereich verlassen hatte. Die mittlere monatliche Sonnenfleckenzahl sackte mit einem Mal deutlich ab. Erst im März 2018 erreichte die Sonne dann ihren inaktivsten Zustand. Durch diese Opposition hatte sich der Eintritt des Sonnenfleckenminimums lange verzögert.)
Der August 2018 verfügte insgesamt auch über die selten hohe Anzahl von 15 exakten H*-Aspekten.

Die beiden wärmsten Tage des August 2018 in Lahr ereigneten sich am 4. und 7. bei einer Tagesmitteltemperatur von rund 27°C. Sie gingen einher mit Mars 60° Chiron T, Sonne 135° GaZ, Venus 120° Apogäum HW, Orcus 135° Eris T?* und Sonne 135° Quaoar Tf.
Der kälteste Tag fand am 25. mit einer Tagesmitteltemperatur von 13,9° C  statt, wobei es am Vortag zu einer Serie von Vesta- und Pallas-H*-Aspekten gekommen war, bis hin zu Ceres 30° Pallas T* am 25. selbst.

Der höchste Luftdruck wurde in Lahr um 6 UTC am 11. August mit 1025,1 hPa gemessen, begleitet von Juno 90° Pallas H* und Pallas 45° GSZ Hf*.
Der tiefste Luftdruck mit 1010,5 hPa konnte am 13. mit Pallas 135° Saturn T* notiert werden.

Beschreibung der einzelnen Wetterphasen:
Hochdruckphase 1: Der August 2018 beginnt mit einer flachen, antizyklonalen Strömung. Ein Ausläufer von Tief Koletta über Südskandinavien labilisierte die Atmosphäre etwas und führte zu Gewitterbildungen, die auch Niederschlag brachten. Am 2. August lag das H-Zentrum über Westfrankreich. Das Hochdruckgebiet verstärkte sich zum 3. wieder zu einer großen Hochdruckbrücke, deren Kerne sich über dem Nordostatlantik, Südwestengland und Weißrussland verteilten und die westliche Strömung wie schon in den vergangenen Wochen  über Nord und Mitteleuropa blockierten. Die zwei T-Aspekte der Hochdruckphase, Sonne 144° Saturn und Mars 120° GSZ, blieben insgesamt neben der dreitägigen Abfolge der Asteroiden-H*-Aspekte Ceres 60° Jupiter und 135° Mondapogäum sowie Juno 180° Jupiter im Index 1 unwirksam. Der Premeteo-Index summierte über die 3-tägige Hochdruckphase auf -4.
Tiefdruckphase 1: Am 4. war die nördliche Hochdruckbrücke zerbrochen und zwischen Hoch Johannes über dem Ostatlantik und Hoch Ingolf über den Karpaten hatte sich ein sehr flacher Trog ausgebildet, der sich noch am Vormittag mit kräftigen Wolkenfeldern bemerkbar machte. Dabei steigerte sich die Hitze noch. Der Premeteo-Index hatte einen Wert von -3.
Hochdruckphase 2: Ein wolkenloser Himmel mit leicht gestiegenem Luftdruck präsentierte sich dagegen wieder am 5. August durch Hoch Johannes über Irland, Hoch Ingolf über dem Balkan und einem Hochdruckkern über den Alpen. Ceres 180° Neptun A* wurde um 12:46 UTC exakt. Bisher galt der Aspekt als ambivalenter Fall mit leichtem Überschuss an H-Tagen (bis 2007 untersucht), doch zeigt sich nun mit neu in die Statistik aufgenommenen Fällen seit 2008, dass es sich um einen warmen H*-Aspekt handelt. Der Premeteo-Index hatte einen Wert von -7.
Tiefdruckphase 2: Die Außenisobare des Hochs Johannes hatte am 6. und 7. ihre Spannung nach außen verloren und krümmte sich im Bereich Südwestdeutschlands schon zum tiefen Druck hin. Da auf 500 hPa der Höhenrücken vom Mittelmeerraum noch bestand, vollzog sich der Übergang zur zyklonalen Strömung am Boden nur sehr zäh. Am 7. bildete sich bei Sonnenaufgang in der vorhandenen Bewölkung schon Morgenrot, aber erst am Spätnachmittag verdichtete sich bei kräftigem, böigem und warmem Wind die Bewölkung von Norden und Westen her zu einer geschlossenen Wolkendecke. Tief Nadine südlich Islands  dehnte seinen Isobarenbereich bis nach Südwestdeutschland aus und blieb auch am 8. strömungsbestimmend. Der Premeteo-Index summierte über die 3-tägige Tiefdruckphase auf -38.
Hochdruckphase 3: Am 9. übte von Osten her Hoch Johannes seinen Einfluss bis in die südwestdeutsche Region aus, doch wechselte sie schon am 10. in den Isobarenbereich von Hoch Kevin über der Biskaya. Der Kern von Hoch Kevin erreichte am 12. um 0 UTC Süddeutschland, und am 13. lag sein Kern schon über den Karpaten. Dennoch lag die Region an diesem Tag bis 12 UTC noch im antizyklonalen Isobarenbereich eines Hochs mit Kern über dem Tyrrhenischen Meer. Erst am Nachmittag setzte sich Tief Pamela über Großbritannien vorübergehend durch. Bis 12 UTC des 14. hatte sich allerdings schon wieder eine antizyklonale Strömung über der Region durchgesetzt, die sich am 15. zu Hoch Lorin entwickelte, dessen Kern über der Biskaya lag und über ganz Deutschland und Osteuropa reichte. Der Premeteo-Index summierte über die 7-tägige Hochdruckphase auf +54.
Tiefdruckphase 3: Um 12 UTC des 16. hatte sich schon eine flache, zyklonale Lage über Südwestdeutschland eingestellt und am 17. bildete sich ein schwaches Tief mit Kern über Nordostfrankreich aus, das am Spätnachmittag für den Aufzug dichter Bewölkung sorgte. Der Premeteo-Index summierte über die 2-tägige Tiefdruckphase auf +2.
Hochdruckphase 4: Ein Hoch über Nordwestdeutschland am 18. und das Azorenhoch am 19. ließen den Luftdruck wieder ansteigen, dabei war es entsprechend dem Premeteo-Index, der sich um die Nulllinie bewegte, relativ stark bewölkt. Am 20. hatte der Premeteo-Index eine Spitze in den negativen Bereich, die allein durch den Aspekt Chiron 60° Mondapogäum T?*(8,5/13,5) -8 zustande kam. Es könnte sich um einen ambivalenten Aspekt handeln. Das Azorenhoch bildete über der Biskaya den Kern Mike aus. Der Premeteo-Index summierte über die 3-tägige Hochdruckphase auf -9.
Tiefdruckphase 4: Um 0 UTC des 21. war noch Hoch Mike maßgebend und für das real erlebbare, wolkenlos sonnig-heiße Wetter auch weiterhin bis zum 22. August. Doch um 12 UTC des 21. hatte sich über der Region schon eine flache Zyklonalität ausgebildet, die am 22. einen mit Tief Thekla über dem Nordmeer zusammenhängenden Bereich bildete, der das Hoch über dem Ostatlantik und Hoch Mike über Nordpolen voneinander trennte. Tief Theklas Kern verblieb über dem Nordmeer, dehnte aber seinen Trog vom 23. zum 24. über  Deutschland, Polen bis nach Nordrussland aus. An diesen beiden Tagen hatte der Premeteo-Index aber gerade hohe positive Werte, die durch einen unsicheren Aspekt aus dem Kuipergürtel und fünf H*-Aspekte des Asteroidengürtels zustande kamen, für die jeweils alternativ der Wert 0 angegeben worden war. Der reale Wetter- und Luftdruckverlauf zeigte klar eine Entwicklung zum alternativen Premeteo-Index.  An den H*-Aspekten des Asteroidengürtels waren immer Ceres oder Pallas beteiligt. Diese bildeten jedoch am 25. August einen exakten 30° Winkel miteinander, der sich in der Vergangenheit als ein T*-Aspekt erwiesen hatte. Schon öfter war aufgefallen, dass exakte Aspekte innerhalb des Asteroidengürtels einen starken Lokalbezug zum südwestdeutschen Raum zeigten und dominierten. Weil der Aspekt Ceres 30° Pallas T* innerhalb des Asteroidengürtels den höchsten Rang einnahm, war auch ein alternativer Index angegeben worden, bei dem alle H*-Aspekte, die sich mit Ceres oder Pallas bildeten, nicht in die Berechnung aufgenommen wurden. Auffallend ist der starke Kälteeinbruch, der sich mit Ceres 30° Pallas vollzog. Der Premeteo-Index summierte über die 4-tägige Tiefdruckphase auf +48 / alternativ +1.
Hochdruckphase 5: Am 25. wurde das Azorenhoch für die Region wieder wirksam. Unter diesem Einfluss bildete sich zum 26. der Hochdruckkern Niklot über Belgien aus, der sich am 27. nach Südostdeutschland und am 28. über die Alpen verlagerte. Am 27. und 28. war der Premeteo-Index negativ, und hier erwies sich der alternative Index wieder als die zutreffendere Variante. Sonne 135° Pluto H und 30° aufst. Mondkonten H K war die dominante Aspektierung am 27. und es war richtig, ihre kurzzeitig nachfolgenden T-Aspekte mit Mars und Jupiter nicht auf den 28. anzurechnen.  Aber auch die um 0 UTC des 28. entstandene Symmetrie der Sonne mit Jupiter und Mars hätte dann nicht angerechnet werden dürfen. Sie wurde jedoch nur im alternativen Index nicht eingerechnet, weshalb dieser die Wetterlage etwas besser wiedergab. Dennoch machte auch er eine kleine Spitze nach unten, während der Luftdruck spiegelbildlich eine kleine Spitze nach oben ausführte. Trotz deutlichen Luftdruckfalls zum 29. verblieb Südwestdeutschland im Einflussbereich von Hoch Niklot, das mit seinem Kern nun über Polen lag. Am Abend und in der Nacht zum 30. vollzog sich der Wechsel der Region in den Isobarenbereich des Azorenhochs, das den Namen Ortwin erhielt. Bei diesem Wechsel kam es zum Aufzug dichter Bewölkung und Niederschlägen. Am 31. lag Südwestdeutschland im Grenzbereich zwischen Hoch Ortwin und einem Tief über dem Golf von Genua. Es kam am Nachmittag zu lange anhaltenden Niederschlägen, doch verblieb die Region im Isobarenbereich von Hoch Ortwin. Der Premeteo-Index summierte über die 7-tägige Hochdruckphase auf +13, alternativ +20.

SW-D befand sich an 21 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergab +47. Dies entsprach einer Indexzahl von +2,24 pro Tag.

 An 10 Tagen befand sich SW-D im Einflussbereich zyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergab +28. Dies entsprach einer Indexzahl von +2,80 pro Tag.

Die Prognose durch die Premeteo-Wettersymbole war an 3 Tagen falsch (am 20., 24., 28.), an 8 Tagen richtig und an 20 Tagen tendenziell richtig.


 

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Kosmogramm 08/2018

Dem interessierten Leser ist es möglich, sich die Konstellationen einzelner Tage anzusehen durch die zur Verfügung stehende dynamische Kosmogrammgraphik.