Monatsevaluation

Auswertung 2017/12

 

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

Erklärungen zu den verwendeten Fachbegriffen erhalten Sie im: link-arrow-grauGlossar

Das Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war.

 

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Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

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Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


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Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


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Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

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H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

 

 

Wetterlagenverlauf September 2018 im Vergleich zur Premeteo-Indexprognose für Südwest-Deutschland

(Im Diagramm sind über der Datumsachse die real eingetreten Hoch- und Tiefdruckphasen durch Doppelpfeile eingetragen. Ausschlaggebend für die Evaluation ist der tägliche Premeteo-Index, in der dünneren, roten Linie mit Dreieckspunkten dargestellt. Ein negativer Premeteo-Index zeigt die Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Tiefdruckströmung, ein positiver Premeteo-Index die Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Hochdruckströmung an.
Die Wetterlagenbeschreibungen wurden anhand der Berliner Wetterkarten erstellt. Ausschlaggebend ist die Europa-Bodenkarte um 0 UTC, die feiner skalierte 12 UTC-Karte von Mitteleuropa wird nur bei einem Wetterlagenwechsel für die Einordnung des Tages hinzugezogen. Am Ende des Dokuments befinden sich die Tabellen und Konstellationen, die dem Diagramm zugrunde liegen.)

Zusammenfassung:

Im September 2018 setzte sich die trockene Witterungsphase, die schon die letzten Monate kennzeichnete, fort. Tatsächlich wies die Premeteo-Prognose für den ganzen Monat nur 5 Tage mit einem negativen Index aus, so dass die generell geringe Niederschlagstätigkeit des Monats im Einklang mit der Prognose stand. Allerdings verteilten sich die sechs real aufgetretenen Tage mit überwiegend nur flacher zyklonaler Strömung nicht genau auf die berechneten Tage mit negativem Index, sondern es kam zu Verschiebungen.

Der größte Gegensatz zwischen der Premeteo-Index-Prognose und  der Luftdruckkurve bildete sich in Hochdruckphase 5 aus (siehe Diagramm), als am 25. September der Premeteo-Index in einer steilen Spitze nach unten seinen tiefsten Monatswert erreichte und der Luftdruck genau an diesem Tag auf sein Monatsmaximum anstieg. Trotz der Spiegelbildlichkeit des Verlaufs, weist das zeitgleiche Erreichen der Extremwerte auf eine gemeinsame Bindung an die kosmischen Konstellationen hin. Auffallend ist, dass auf 500 hpa eine starke Tiefdruckströmung direkt mit dem stark negativen Index korrespondierte, dass aber eine starke Zufuhr kalter, subpolarer Luftmassen von Norden die Atmosphäre in Bodennähe zu einer antizyklonalen Strömung stabilisierte.

Auf dem Atlantik kam diesen Monat die Bildung von Tropenstürmen in Gang. T. S. Florence eröffnete die Saison und erreichte am 5. und 6. September mit (Merkur 0° Pallas) 150° (Chiron 72° Pluto) ihr erstes Hurrikan-Niveau. In der Zeit vom 10. bis 15. September erlangte Florence erneut und nun gemeinsam mit Hurrikan Helene den Hurrikanstatus. Helene wies um 0 UTC des 11. und Florence um 0 UTC des 12.  September (mit Ceres 0° GSZ und Merkur 0° Orcus)  auf den Wetterkarten den geringsten Luftdruck und die höchsten Windgeschwindigkeiten auf.

Die drei wärmsten Tage des September 2018 in Lahr ereigneten sich am 5., 11. und  18. bei  Tagesmitteltemperaturen von 20,3 bis 20,8°C. Hier fällt die Übereinstimmung des 5. und 11. mit den markanten Daten von Hurrikan Florence bzw. Helene auf, die zeigt, dass es sich um Tage handelt, in der die Atmosphäre lokal zu erhöhter Energieaufnahme befähigt ist. Am 18. wurde die Konjunktion von Vesta mit Quaoar exakt.
Der kälteste Tag fand am 25. mit einer Tagesmitteltemperatur von 10,2° C statt, wobei am Vortag die Konjunktion von Pallas mit Orcus exakt wurde. Weitere exakte Aspekte waren Chiron 90° Quaoar H?*, Sonne 0° GSZ T und 60° Varuna T.
Der höchste Luftdruck wurde in Lahr um 6 UTC ebenfalls am 25. September mit 1037,5 hPa gemessen. Der tiefste Luftdruck mit 1012,8 hPa konnte am 6. mit Pallas 150° Chiron T* notiert werden.

Beschreibung der einzelnen Wetterphasen:
Hochdruckphase 1: Der September 2018 begann am 1. auf 500 hPa mit dem Vorstoß kalter Luftmassen und der Vertiefung des Höhentrogs über der südwestdeutschen Region, die dem Absinken des Premeteo-Index in den negativen Bereich entsprach. Allerdings war bei der Berechnung des Premeteo-Indexwertes am 1. September im Index 3 ein Fehler unterlaufen. Venus war in Konjunktion mit Haumea und die Auslösung Orcus 45° Haumea T* hätte nicht angerechnet werden dürfen, da Orcus einen geringeren Rang als Haumea hat. Das wurde nun nachträglich korrigiert und in den Tabellen rot gekennzeichnet. Da die Sonne am 2. und 3. in Konjunktion mit Orcus kam, war die Anrechnung von Orcus 45° Haumea T* an diesen Tagen korrekt. Interessant ist nun die verstärkte Zyklonalität auf der Höhenkarte mit den Kältezentren über dem Alpenraum. Am Boden lag die Region jedoch im Isobarenbereich von Hoch Ortwin, dessen Kern sich von den Niederlanden nach Dänemark bewegte. Der Premeteo-Index summierte über die 2-tägige, antizyklonale Lage auf -37.
Tiefdruckphase 1: Erst am 3. setzte sich die Zyklonalität durch das flache Tief Xenia über dem Westbalkan auch in der Bodenatmosphäre durch. Sie zeigte dabei über Europa eine eigentümliche Spannungslosigkeit zwischen den Zentren hohen und tiefen Drucks, während sich der kalte Höhenwirbel über den Alpen langsam nach Osten bewegte. Der Premeteo-Index zeigte den Wert 0 an.  
Hochdruckphase 2: In dieser Spannungslosigkeit der Bodenatmosphäre geriet die südwestdeutsche Region am 4. bei einem Premeteo-Index von +2 in den schwachen Einfluss eines Hochs über dem Ostatlantik
Tiefdruckphase 2: Im Prinzip blieb die Wetterlage auch am 5. mit den flachen Luftdruckgegensätzen erhalten, nur bildete sich über dem westdeutschen Raum eine kleinräumige Konvergenzzone aus, die sich zum 6. zu einer flachen Tiefdruckzelle ohne Fronten vertiefte. Dabei entsprach  jedoch das Wetter der Symbolprognose des flach positiven Premeteo-Index und auch auf 500 hpa herrschte eine schwache antizyklonale Strömung vor. Vom 5. zum 6. vertiefte sich ebenfalls der Tropensturm Florence gegenüber den Vortagen zu einem Hurrikan und erreichte mit 110 Knoten Windgeschwindigkeit ein erstes Optimum. Die Steigerung der Zyklonalität geschah mit Merkur 0° Pallas in 150° zu Chiron T*. Zugleich entstand auch der Tropensturm Gordon, der sich am nächsten Tag aber schon zurückentwickelte.  Der Premeteo-Index summierte über die 2-tägige Tiefdruckphase auf +13.
Hochdruckphase 3: Um 0 UTC des 7. lag Südwestdeutschland noch im Einflussbereich von Tief Yu, doch setzte sich bis 12 UTC das Azorenhoch durch, so dass die Wetterlage wieder mit dem Premeteo-Index übereinstimmte. Am 8. war es Hoch Perryman mit Kern über Frankreich, das sich zum 9. schon bis nach Südostdeutschland verlagerte. Am 10. lag Hoch Quirin über der Biskaya und Hoch Perryman über Osteuropa, und beide bewirkten die antizyklonale Strömung über der Region. Hoch Quirin verlagerte zum 11. seinen Kern über Frankreich. Die südwestdeutsche Region blieb in seinem Bereich, obwohl der Premeteo-Index an diesem Tag einen einzelnen Wert von -6 aufwies. Aber die 0 UTC Karte zeigte deutlich, dass die zyklonale Strömung von Tief Anthea, dessen Kern zwischen Island und Schottland lag, sich gegenüber dem Vortag weiter nach Süden über Deutschland ausdehnte, so dass nur der südwestdeutsche Raum ausgespart blieb. Hoch Quirins Kern lag am 12. über den Alpen und bestimmte weiterhin das Wetter. Der Premeteo-Index summierte über die 6-tägige Hochdruckphase auf +87.
Tiefdruckphase 3: Am 13. bildete sich eine seltene Strömungsformation über Südwestdeutschland aus. Die Region lag in einem schmalen Bereich eines Tiefausläufers von Tief Anthea über Nordrussland zwischen Azorenhoch Rodegang und Hoch Quirin über den Alpen. Dabei kam es zu starker Bewölkung und Niederschlag. Der Premeteo-Index hatte einen relativ hohen, positiven Wert von +27, der hauptsächlich durch die Symmetrien zustande kam, und die zyklonale Strömung hatte ebenfalls ein auffallend hohes Luftdruckniveau. Der T-Aspekt im Index 1 Venus 60° Saturn T war nicht angerechnet worden wegen der H-Symmetrie, an der Venus beteiligt war. Es wurde an diesem Tag jedoch auch der unbekannte Aspekt Varuna 60° Supergalakt. Zentrum (GSZ) ?* exakt. So könnte dies ein Hinweis sein, dass er einen T-Impuls trägt.
Hochdruckphase 4: Hoch Rodegang über dem Ostatlantik übernahm am 14. die Regie. Sein Kern bewegte sich zum 15. über Nordwestfrankreich, erreichte am 16. um 0 UTC Südostdeutschland, am 17. die Karpaten und lag am 18. über der Westukraine. Es blockierte Tief ex-Helene, das mit seinem Kern schon über Irland lag. Hoch Rodegang verharrte in der Karpatenregion bis zum 20., es bildeten sich Hochdruckkerne über den Alpen und das trockene Wetter blieb erhalten. Auch am 19., als der Premeteo-Index einen Wert von -7 hatte. Der Isobarenbereich des Tiefdrucksystems Dorcas und ex-Helene dehnte sich vom 19. zum 20. zwar deutlich über Norddeutschland Richtung Süden aus, setzte sich aber noch nicht bis über Südwest- und Süddeutschland durch, wo der Druck sogar leicht anstieg. Der Premeteo-Index summierte über die 7-tägige Hochdruckphase auf +44.
Tiefdruckphase 4: Sturmtief Elena über Großbritannien dehnte sich am 21. bis über ganz Deutschland aus. Es entstand der Eindruck, dass damit die beiden T-Aspekte Mars 120° GSZ und Merkur 90° GaZ vom Vortag noch zum Zuge kamen. Der Premeteo-Index hatte einen Wert von +1.
Hochdruckphase 5: Ein Hoch über Westfrankreich und das Azorenhoch übernahmen am 22. die Regie über unserer Region. Am 23., als Sturmtief Fabienne vom Ärmelkanal über Mittel- und Norddeutschland fegte, blieb über Südwest- und Süddeutschland um 0 UTC  noch eine schmale Hochdruckzone bestehen und auch um 12 UTC blieben die Isobaren leicht zum Azorenhoch gekrümmt. Der Wind wurde erst am Spätnachmittag stürmisch, und die Kaltfront von Tief Fabienne zog mit einer Böenwalze, nachfolgendem Gewitter und kräftigem Regen über die Region. Danach stieg der Luftdruck sofort wieder kräftig an und Hoch Schorse westlich Irlands dehnte sich um 0 UTC des 24. schon über dem westlichen und südlichen Deutschland aus. Dies war verbunden mit der Zufuhr sehr kalter Luftmassen. Die Tagesmitteltemperatur in Lahr fiel am 24. um 8° C gegenüber dem Vortag. An diesem Tag wurde Pallas 0° Orcus H* exakt. Der einzelne Tag mit stark negativem Premeteo-Index am 25. zeigte sich nur als kalter Höhentrog auf 500 hPa, in der Bodenatmosphäre verlief die Luftdruckkurve entgegengesetzt zum Premeteo-Index. Südwestdeutschland blieb auch am 26. und 27. im Bereich von Hoch Schorse, das sich nur langsam nach Osten bewegte und am 28. mit seinem Kern über dem Ostbalkan lag. Jetzt war es ein Hoch über den Alpen, dem Südwestdeutschland am nächsten lag. Zum 29. stieg der Luftdruck etwas an und die Region kam in den Isobarenbereich von Hoch Tom mit Kern über Irland, während der Premeteo-Index um 14 Punkte nach unten fiel, aber im positiven Bereich blieb. Der Premeteo-Index summierte über die 8-tägige Hochdruckphase auf +59.
Tiefdruckphase 5: Erst zum 30. setzte um einen Tag gegenüber dem Premeteo-Index verspätet Luftdruckfall ein und die zyklonale Strömung von Tief Inge mit Kern über dem Nordmeer setzte sich bis über unsere Region durch. Der Premeteo-Index hatte den Wert +7 und das überwiegend sonnige Wetter entsprach dem positiven Index.

SW-D befand sich an 24 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergab +156. Dies entsprach einer Indexzahl von +6,50 pro Tag.

 An 6 Tagen befand sich SW-D im Einflussbereich zyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergab +48. Dies entsprach einer Indexzahl von +8,00 pro Tag.

Die Prognose durch die Premeteo-Wettersymbole war an 3 Tagen falsch (am 13., 23., 25.), an 11 Tagen richtig und an 16 Tagen tendenziell richtig.

PDF: Tabellen und Konstellationen zum Wetterlagenverlauf September 2018


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Kosmogramm 09/2018

Dem interessierten Leser ist es möglich, sich die Konstellationen einzelner Tage anzusehen durch die zur Verfügung stehende dynamische Kosmogrammgraphik.